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Spinnräder mit Spulenbremse

Dieses Foto zeigt Flügel und Spule eines Spinnrads mit Spulenbremse

Bei einem Rad mit Spulenbremse läuft der Antriebsriemen über einen am Flügel befestigten Wirtel. Eine Bremse (oft eine simple Schnur, die an einem Ende an einer Feder oder einem Gummiring befestigt ist und am anderen Ende an einem Verstellmechanismus) läuft über den Spulenwirtel.

Wenn Sie treten, sorgt die Antriebsschnur dafür, dass sich der Flügel dreht. Solange das Garn unter Spannung steht, muss die Spule sich mit dem Flügel mitdrehen. Das Garn wird dabei verdreht, aber nicht eingezogen. Wenn Sie das Garnende auslassen, wird die Spule von der Bremse verzögert und die unterschiedlichen Drehgeschwindigkeiten sorgen dafür, dass das Garn auf die Spule gewickelt wird.

Wenn die Spule voller wird, verringert sich der Einzug. Um dem entgegenzuwirken muss die Bremse ein bisschen angezogen werden.

Die Spulenbremse ist oft eine Option bei zweifädigen Rädern. Zum Umstellen müssen nur beide Schlaufen des Antriebsriemens über den Flügelwirtel laufen. Die Bremsschnur wird über den Spulenwirtel gelegt und vorsichtig gespannt (viel weniger, als Sie glauben!)

Vorteile

Die Spule ist leichter als der Flügel und bietet daher kaum Widerstand. Ein Rad mit völlig gelöster Spulenbremse hat überhaupt keinen Einzug. Sie können daher den Einzug nach Wunsch reduzieren um feines Garn oder schwierige Fasern zu spinnen.

Nachteile

Wenn der Flügelwirtel aufs Ende der Spindel geschraubt ist, müssen Sie ihn zum Spulenwechsel abnehmen.

Es kann passieren, dass Sie, um genug Einzug zu haben, die Bremse so stark anziehen müssen, dass das Rad kaum noch zu treten ist.

Empfohlener Einsatzbereich

Feine Garne, schwierige Fasern. Dicke Fäden sind zwar grundsätzlich möglich, aber die Spulen der heutigen Räder sind so klein, dass man sie alle halbe Stunde wechseln müsste, was nur unnötig aufhält.

Spinnen mit langem Auszug, da es leichter als beim zweifädigen Spinnrad ist, lange Garnabschnitte schnell einziehen zu lassen.

Meine Meinung

Ich bin ein grosser Fan von Rädern mit Spulenbremse - obwohl meine Erfahrungen mit diesem System auf das Kromski Mazurka beschränkt sind, welches nicht das beste der Kromski-Spinnräder ist.

Ich glaube, ein Rad mit Spulenbremse könnte als alleiniges Spinnrad genügen. Überprüfen Sie nur vor dem Kauf, dass der Einzug auch fürs Verzwirnen dickerer Garne weit genug erhöht werden kann. Und da die meisten zweifädigen Spinnräder heute ab Werk auch mit Spulenbremse ausgestattet sind, können Sie zwei Antriebssysteme (drei, wenn man Spulenantrieb ohne Flügelbremse mit dazunimmt) in einem Rad haben.

Bei älteren zweifädigen Rädern kann übrigens oft eine Spulenbremse improvisiert werden: Es genügt, einen Faden (Material und Dicke muss ausprobiert werden) ans nächste erreichbare fixe Holzteil zu binden und über die Spule zu schlaufen. Als Verstellmöglichkeit genügt für den ersten Versuch ein Streichholz, um das der Faden einmal gewickelt wird und das Sie dann verdrillen.

Weiter zum zweifädigen Spinnrad.

Seite aktualisiert: 07 April 2007