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Stricknadeln selber machen

Gerade Stricknadeln

Eine gerade Stricknadel ist einfach nur ein Spindelschaft ohne Wirtel ;-) Ernsthaft - Rundhölzer, vorzugsweise aus Hartholz, aber notfalls tut's auch Fichte für eine Weile, müssen nur auf die gewünschte Länge abgeschnitten werden. Dann schneiden/feilen/schleifen Sie eine oder zwei Spitzen (anfangen kann man auch mit einem Bleistiftspitzer, aber dann muss die Feile ran, damit die Spitze mehr einer Stricknadel als einem Bleistift ähnelt). Zuletzt noch alles glatt schleifen und/oder polieren. Ich persönlich bin faul und stricke meistens mit handgesponnener, noch fetthaltiger Wolle - die poliert das Holz für mich.

Der schnellste Weg, ein Rundholz abzuschleifen oder zu polieren ist übrigens, es in einen billige Akkuschrauber einzuspannen. Einen Akkuschrauber deshalb, weil er auf der Arbeitsplatte steht und nicht so schnell dreht wie eine leistungsfähigere Bohrmaschine. Für den ersten Versuch macht es auch nichts, wenn die Batterie schon etwas schwach ist. Spannen Sie das Rundholz nicht zu fest ein, Sie wollen keine Druckstellen im Holz. Fangen Sie mit niedrigen Einstellungen an - wenig Kraft, geringe Geschwindigkeit (und Schlagwerk abschalten, falls vorhanden). Passen Sie auf, wo die Spitze hinzeigt, und verbrennen Sie weder das Schleifpapier (sanft gegen das Holz halten) noch Ihre Finger. Ich habe so gearbeitet, ohne mir, dem Schrauber oder dem Holz Schaden zuzufügen, aber SIE sind für sich selbst verantwortlich!

Rundstricknadeln

Rosemary hat eine vervorragende (englischsprachige) Anleitung geschrieben. Sie finden Sie in Rosemary's blog oder in der Knitter's Review how-to section.

Hier nur eine kurze Vorstellung des Prinzips: Rundhölzer wie oben beschrieben für die Nadeln, und Motorsensen-Schnur für die Schnur. Ein Loch mit gleichem Durchmesser wie die Motorsensenschnur ins Ende der Nadeln bohren (möglichst ohne das Holz zu spalten) - ich empfehle dringend, die Nadel dazu in einen Schraubstock zu spannen - das ist gesünder für die Finger. Jetzt das Holz abschrägen, damit es einen allmählichen Übergang von Stricknadel zu Schnur gibt.

Motorsensenschnur ist sehr glatt - das ist gut zum Stricken, aber schlecht zum Kleben. In die Schnurenden, die ins Loch geklebt werden, müssen deshalb kleine Schuppen geschnitten werden - Achtung auf die Finger! Dann das Schnurende in Kleber tauchen (ich arbeite mit UHU Alleskleber, weil ich den im Haus hatte) und ins Loch schieben. Den Übergang Schnur/Holz sauber abschleifen (eine Nagelfeile ist sehr gut). Rosemary umwickelt ihn mit Dichtungsband (Klemptnerbedarf - eigentlich nimmt man es für Schraubverbindungen von Wasserleitung o. -hähnen), um das Holz am Splittern zu hindern und einen noch graduelleren Übergang zu schaffen. Ich finde dieses Dichtungsband zu klebrig. Ich habe es deshalb mit Tesaband probiert, aber damit ist es schwierig, faltenfreie, glatte Übergänge zu produzieren. Experimentieren Sie selbst!

Seite aktualisiert: 07 April 2007