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Gedanken zum Spinnen lernen

Neulich habe ich gelesen, dass eine neue Spinnerin mit ihrem Garn sehr unzufrieden war. Es war so verschieden von den Bildern "mein erstes Garn", die andere Spinnanfänger in ihren Blogs zeigen. Für sie und alle in der gleichen Lage zeige ich hier die Bilder meiner ersten handgesponnenen Garne:

Mein erstes Garn, ein sehr unregelmässiges Dochtgarn Das ist mein allererstes, entstanden bei einem Landwirtschaftsfest unter der Anleitung einer Dame, die Handspinnen vorführte. Die Wolle war im Kardenband und das "Folterinstrument" eine viel zu schwere "Anfängerspindel" (ich glaube von Ashford, aber ich kann mich täuschen). Das Garn ist eine Katastrophe, aber der Anfang war gemacht!



Mein zweites Garn, ein sehr ungergelmässiger Zwirn Das ist mein zweites Garn. Es ist noch schlimmer als das erste, und das liegt daran, dass ich dazu eine Handvoll Rohwolle, direkt vom Bauernhof, verarbeitet habe. Ausserdem musste ich jetzt mit einer selbstgebauten Spindel arbeiten, die wahrscheinlich nicht besonders gut drehte. Ich kann es nicht mehr überprüfen, weil ich die Spindel an eine Züchterin von Angoraziegen weitergegeben habe, die auch spinnen lernen wollte.



Mein drittes Garn, Mohair, zu einem Handgelenksrocken verstrickt Diese Dame gab mir das Mohair für meine nächsten Versuche. Mohair ist leider keine gute Anfängerfaser, weil es ziemlich "glitschig" ist. Aber das wusste ich nicht. Ausserdem hatte ich keine Karden, konnte die Fasern also nicht weiter glätten. Und ungewaschenes Mohair kann auch eher klebrig sein. Ich habe also die Fasern nur oberflächlich gewaschen und mit den Fingern entwirrt, und es geschafft, ein strickwürdiges Garn zu produzieren. Mein erstes selbstgesponnenes Projekt war dieser Handgelenksrocken aus Spin-Off: A Handspindle Treasury. Neben vielen brauchbaren Informationen wirkt dieses Buch auch sehr motivierend auf Spindelspinner. Ich fand sehr erfreulich, wie das Verstricken die Unregelmässigkeiten im Garn versteckt (übrigens, damals hätte auch ein besseres Garn nicht unbedingt zu einem gleichmässigeren Gestrick geführt).

Weshalb diese Seite? Ich möchte Ihnen zeigen, dass der Anfang nicht einfach ist und dass die ersten Garne unregelmässig ausfallen. Das ist normal. Erinnern Sie sich noch daran, wie sie schreiben lernten? Als Sie zum ersten Mal den Stift aufs Papier setzten und mühsahm die Buchstaben nachmalten war das schwere Arbeit, oder? Und heute notieren Sie ihre Einkaufsliste ohne einen Gedanken an den Akt des Schreibens zu verschwenden. Genauso ist das mit dem Spinnen. Sie müssen eine neue Fähigkeit erlernen - nicht mehr und nicht weniger. Dazu braucht es keine Spezialbegabung - weder körperlich noch geistig. Nehmen Sie sich nur Zeit - Zeit zum Üben, und Zeit zwischen den Übungen, damit sich das neu Erlernte setzen kann.

Und denken Sie daran: Stricken (oder häkeln) versteckt viele Spinnfehler. Notfalls, wenn das Garn wirklich schrecklich ist, bleibt immer noch das Filzen. So kam die gehäkelte Tasche im Photoalbum zustande: Ich wollte lernen, mit langem Auszug zu spinnen, und das Ergebnis der ersten Versuche war nicht besser als mein allererstes Garn hier oben. Aber die fertige Tasche, in der Waschmaschine mit einer Ladung Wäsche gefilzt, ist durchaus ansehnlich!

Seite aktualisiert: 14 November 2010